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„Die Hungrigen un die Satten“

von Timur Vermes

Deutschland hat eine Obergrenze für Asylsuchende eingeführt, ganz Europa ist bis weit nach Nordafrika hinein abgeriegelt. Jenseits der Sahara entstehen riesige Lager mit Millionen von Flüchtlingen. Als die Starmoderatorin Nadeche Hackenbusch ein Lager besucht, nutzt Lionel die Gelegenheit und macht sich mit 150.000 Flüchtlingen auf den Weg nach Europa. Während sich der Sender über Live-Berichterstattung mit Zuschauerrekorden und Werbemillionen freut, reagiert die Politik eher mit hilflosen Diskussionen und Streitereien. Timur Vermes neuer Roman ist eine Gesellschaftssatire aktuell, radikal, beklemmend und komisch zugleich. Natürlich ist das Buch politisch unkorrekt, herrlich böse und erschreckend realistisch, das Lachen bleibt einem im Hals stecken.

„Stronger“

mit Jake Gyllenhaal, Miranda Richardson, Tatiana Maslany etc.

Jeff Bauman (Jake Gyllenhaal) steht an der Ziellinie des Boston-Marathon von 2013, um seine Ex-Freundin Erin (Tatiana Maslany) anzufeuern. In der Nähe des 27-Jährigen explodiert ein Sprengsatz, der ihm beide Beine wegreißt. Bauman wird mit vielen anderen Schwerverletzten sofort ins Krankenhaus gebracht. Nachdem er das Bewusstsein wiedererlangt, kann er einen der Attentäter identifizieren und den Ermittlern entscheidende Hinweise liefern, um die Terroristen zu fassen. Jeffs eigener Kampf hingegen steht ganz am Anfang. Für ihn beginnen langwierige Reha-Maßnahmen, die er nur durch die unermüdliche Unterstützung von Erin und seiner eigenwilligen Familie durchsteht. Seine Art, mit dem niederschmetternden Schicksal umzugehen, lässt ihn zu einem Helden wider Willen werden und den Weg zurück ins Leben finden. Aus dieser wahren Geschichte macht Regisseur David Gordon Green ein besonnenes und dafür umso wirkungsvolleres Drama über einen Mann, der zur falschen Zeit am falschen Ort war.

 

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